28. Juli 2013

ich will mich an die schönen dinge erinnern

immer gibt es sachen, die ich vergessen möchte. kann das nicht einfach sein?








25. Juli 2013

not alone

Counting all the assholes in the room, well I'm definitely not alone. - Volbeat
Niemand gibt es zu. Aber alle sind gleich. Alle sind Lügner, schummeln sich durchs Leben, betrügen sich selbst. Ich bin keine Ausnahme. Es fällt uns gar nicht mehr auf, was mit uns passiert? Es ist wirklich schwer, bewusst nicht zu lügen oder etwas anderes falsches zu tun. Probier das mal eine Woche lang aus. Versuche, dich gewählt auszudrücken, zu allen nett zu sein, immer die Wahrheit zu erzählen, über niemanden hinter vorgehaltener Hand tuscheln …
Danach komm hier her zurück und hinterlass einen Kommentar mit deinen Ergebnissen ;)

Ich würde mir so sehr wünschen, dass wir alle wieder auf den Boden zurückkehren. Dass unsere Gesellschaft nicht zerfällt. Was tun wir? Merkt denn keiner, dass etwas gewaltig schief läuft? Oder, warum ändert das niemand?
Alle sagen immer, dass der Einzelne nichts ausrichten kann. Ja, das stimmt. Aber wenn diese Meinung von allen geteilt wird tut niemand was. Warum schließen wir uns nicht zusammen und versuchen  gemeinsam, uns zu bessern? Sind wir mittlerweile so feige und faul geworden? Alle verlassen sich auf die anderen und wollen für minimalen Aufwand maximale Ergebnisse.
Das kann auf Dauer nur schief gehen. Hier wird geflunkert, da betrogen, dort wichtige Informationen geklaut und illegal weiterverkauft.

Ich gebs zu, ich bin auch eine von den assholes aus dem Zitat von Volbeat.
Aber es gibt einen Unterschied: Ich will es nicht sein, mir ist bewusst, dass ich manchmal Dinge tue oder sage, die schlicht falsch sind. Und ich möchte das ändern.
Manche Leute nehmen keine Rücksicht und tun alles, um selbst am besten zu sein, das tollste Leben zu leben, in Reichtum, Glanz und Gloria.
Diejenigen sind es, die die Schuld tragen, dass unsere Gesellschaft immer mehr in ihren eigenen Lügen versinkt.
Ich will eigentlich keinen beschuldigen. Aber manche Tatsachen kann ich nicht leugnen. Vielleicht sehen das manche Menschen anders als ich. Aber dies hier ist meine Meinung.
Und ich meine, dass jeder sich klar werden wollen sollte, was und wie und wer er ist. Und die schlechten Dinge sollte man zu ändern  versuchen.
Bei vielen dreht sich das Leben nur um Konsum. Von allem. Das beste, schnellste, größte, schönste, teuerste.
Was läuft schief bei uns?
Klar, manche Dinge kann man sich gönnen. Aber denkt keiner an die anderen? An die, die nicht genug haben zum Leben.

Ich werde mich jetzt stoppen, bevor ich zu weit ausschweife.

Aber ich möchte, dass jeder, der das liest, auch du, sich zwei Minuten Zeit nimmt und über sich selbst nachdenkt. Bitte. Nicht für mich. Es ist nur für dich selbst. 


20. Juli 2013

ich male ein herz in den sand

das ist für alle, die ich liebe.
für meine beste freundin.
für alle meine freunde, durch die ich mich so besonders fühle.
für meine familie.
und besonders für dich.

ich liebe euch





18. Juli 2013

Individualität?

Individualität - (von französisch „individualité“) bedeutet einerseits die Summe der Eigenschaften, Merkmale, die die Besonderheit eines Menschen ausmachen und andererseits eine (ausgeprägte) Persönlichkeit in ihrer Unverwechselbarkeit.
- Duden

Ich merke es überall. Alle wollen es und doch nicht. Das System will, dass alle gleich sind. Es hat schon begonnen, obwohl es noch keiner wirklich zugibt.
In der Schule wollen sie von einem, dass man sich an Regeln hält. Man kann nicht mehr so kreativ sein, wie man gerne wollte. Auch Individualität muss zurückstecken, weil an auf so viele Dinge achten muss.
Immer Regeln. Überall.
Man kann nicht entkommen.
Und man muss zurückstecken. Ein Ausbrechen gibt es nicht. Man verliert sich selbst, wenn man nicht aufpasst.
Ich habe nicht aufgepasst.
Ich habe etwas aufgegeben, was mir sehr wichtig ist. Schreiben. Ich habe mich davon abgewandt, was ich will. Immer kam etwas anderes dazwischen. Schule. Matura. Ihr wisst ja, dass ich dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen habe.
Es ist nicht wichtig, was ich will. Interessiert sich überhaupt jemand dafür außer meinen Eltern? Wichtig ist immer nur, dass man gut ist und weit kommt. Sich in drei Sprachen verständigen kann, die Wirtschaft und Politik gänzlich versteht, weiß, wer wann was getan hat und warum und warum das heute noch ach so wichtig ist. Man soll wissen, welches chemische Element mit welchem wie reagiert. Weil wenn man das nicht weiß, explodiert irgendwo irgendwas und man landet im Krankenhaus. Dann muss man auch wissen, welcher Knochen und Muskel und was weiß ich was wie heißt (sonst versteht man den Arzt nicht), wie sich Farne fortpflanzen und was für Leute sich ihr ganzes Leben damit beschäftigen, Erbsen zu züchten oder verschieden Fliegen-Arten zu kreuzen und was für eine atemberaubend wichtige Auswirkung das auf unser heutiges Leben hat. Man soll das Universum verstehen, was die Relativitätstheorie ist, warum ist die Dichte in schwarzen Löchern so viel größer? Wie kann es sein, dass man langsamer älter wird? Wieso ist die Bevölkerung in China so arm? Wie ist das Klima in Russland? Und was für Auswirkungen hat das Ozonloch? Gibt es eine Klimaerwärmung oder ist das alles nur ein Riesenschwindel? Wie sind Gletscher aufgebaut? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich einen Sechser im Lotto habe? Wie kann ich das Volumen von einem Glas ausrechnen? Was ist ein Integral? Wieso steigt jene Kurve exponentiell? Wie kann es sein, dass ich statt Zahlen plötzlich Buchstaben da habe? Wieso muss ich das griechische ABC können? Welches ist der schnellste Weg, den eine Hexe auf dem Besen zu ihrem Häuschen braucht wenn sie durch den Wald mit 3 km/h geht oder auf der Straße 5 km/h fliegt? Nebenbei muss man auch noch musikalisch begabt sein und zeichnen können, akrobatische Meisterleistungen werden auch gefordert und am Ende sitzen wir atemlos und mit rauchenden Köpfen zuhause im Bett und wundern uns, dass der Kreislauf zusammenklappt.
Wundert euch das wirklich?
Ihr fordert SO viel von uns. Es geht um Allgemeinwissen. Aber es ist schon lange nicht mehr allgemein. So viel kann sich keiner merken.
Und dann liest man in der Zeitung etwas von Amoklauf in den USA. Wundert euch das jetzt? Ich möchte wieder das tun, was ich gerne tue. Schreiben. Ich möchte die Dinge lernen, die mich wirklich interessieren.
Ich möchte das tun, was mir Spaß macht.
Ich möchte auch ab und zu meine Freunde sehen.
Eigentlich möchte ich beides: Freunde und Ausbildung.
Aber ich bekomme es manchmal nicht auf die Reihe und es entsteht nur Stress. Stress in der Schule, weil ich nicht gut genug bin und Freizeitstress mit den Freunden. Dazu zu wenig Schlaf und schon hat jeder den perfekten Schüleralltag. (Und dabei bin ich nicht mal mehr Schülerin. Anscheinend ist das egal, es ist immer noch so. Nichts hat sich geändert)

Ich will meine Individualität zurück. Ich will nicht eine Nummer haben sondern ich sein. Silvia.
Aber es hat den Anschein, dass das nicht geht. Ich muss es wohl akzeptieren.
Ich will aber nicht aufgeben.


14. Juli 2013

neues Leben

Gestern haben wir hier am Campingplatz eine kleine Katze gefunden. Sie ist so süß. 
Wir haben sie auf die Küchenwaage gesetzt. Sie wiegt irgendwas zwischen 300 und 400 Gramm. Wir schätzen sie auf 4 Wochen. 
Sie ist so süß. Und so klein. Zerbrechlich. Jedes Mal, wenn ich sie hochnehme habe ich Angst, dass ich ihr weh tue oder ihr die Knochen breche, wenn ich sie kuschle. 
Ihr Fell ist so weich. Wenn man sie berührt fühlt es sich an wie ein Flauschekissen. 
Ihre Pfoten sind so winzig. Wenn ich auf dem Boden sitze und sie auf mir herumklettert spürt man nur, dass ihre kleinen Pfötchen auf einem herumtapsen. Sie ist so leicht, man merkt nicht, wenn sie auf der Schulter sitzt.
Neugierde. Abenteuerlust. Zutraulichkeit. 
Vorhin ist sie auf meinem Bauch gelegen und hat geschnurrt, vielleicht auch kurz geschlafen. Ihre Stimme ist so niedlich. Total hell und leise, wie ein Fiepsen. Ihr Miauen ist ein Geräusch, das du noch nie gehört hast. Sie klingt so hilflos.
Am Anfang hat sie nicht gefressen oder getrunken, aber jetzt geht es ihr gut. Sie hat ihre Babykatzenmilch und ihr Futter. Sie geht immer unter den Wohnwagen auf die Toilette. 
Sie ist so winzig. 
Gestern abend ist sie auf dem Tisch herumgelaufen. Sie hat alles beschnuppert, die Teller, Biergläser, Kerzen, Kaffeetassen, alles. Alles neue Eindrücke. Neue Erfahrungen. 
Die Leute hier auf dem Campingplatz sind alle total entzückt von ihr. Alle kommen schauen und wollen sie streicheln. Ich verstehe es. Sie ist zu süß. 
Wir haben sie Iria getauft (ich weiß nicht, wer auf die Idee kam). So wie den Ort hier. 
Hier gibt es viele Katzen und nicht viele Leute kümmern sich um sie. Die Touristen, ja. Alle, die hier Urlaub machen, sind (meistens) begeistert von den Katzen. Vor allem von den kleinen. Aber sie sind doch Arbeit und Zeit, die man investieren muss. 
In meinen Augen ist Iria ein Geschenk, wie jede andere Katze. Sie alle sind so intelligent und klug. Jedem zaubern sie ein Lächeln ins Gesicht. Sie ist neues Leben, das man hüten und beschützen und zulassen soll. Jeder soll eine Chance haben, sein Leben zu leben.
Jedes Mal, wenn ich Iria anschaue, sehe ich so eine Aufgewecktheit und es macht mich glücklich, zu sehen, wie sie herumtorkelt und die Welt erkundet. Wie sie mit ihren winzigen Pfoten jeden Zentimeter Boden abtapst. Wie ein einfaches Wasserglas etwas ganz Besonderes sein kann. 
Sie ist so verspielt. Gerade hat sie versucht, an meinem Bein hochzuklettern und hat dabei meine Zehen mit ihrem kurzen Schwanz gekitzelt. Gestern abend ist sie auf dem Laptop gesessen und ist auf den Tasten herumgehopst. Heraus kam etwas wie 
whhghhhhh JJUJkkkkkkkkkkkööäääößß09899999
So süß. 
Einfach so süß, zu sehen, wie alles, das für mich normal und alltäglich ist, für sie so außergewöhnlich ist. 







11. Juli 2013

London